Denkmalgeschützte Gewölbdecke

Die historischen Stahlsteindecken des Rathauses in Döbeln (erbaut wurde es 1912) waren durch die Experten des eigenen Ingenieurbüros der MPA Dresden hinsichtlich des Feuerwiderstandes einzustufen. Die Probleme waren: Es wurden nur sehr kleinteilige Deckenöffnungen erlaubt, was die Validierung der gesamten Decke erschwerte. Die gern herangezogene DIN 4102 Teil 4 war zur Bauzeit noch nicht existent, die historischen Stahlsteindecken in der vorgefundenen Ausführung demzufolge nicht auffindbar. Es galt also, weitere Quellen zu recherchieren. In der Literatur zu historischen Bauweisen fand man weitere Hinweise. Das alles in Verbindung mit den Brandprüferfahrungen der eigenen Prüfstelle, aber auch Veröffentlichungen und Erfahrungen anderer Brandprüflabors, ermöglichte eine Einstufung des Feuerwiderstandes der alten Gebäudedecken. Die erreichten Feuerwiderstandswerte erlaubten den Erhalt der alten Decken; ein nachträglich anzubauender Schutz konnte vermieden werden. In Kombination mit weiteren, auf den Feuerwiderstandswerten basierenden brandschutztechnischen Maßnahmen, wurde die alte Bausubstanz erhalten.

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