Brandereignisse analysieren – Lehren aus vergleichbaren Fällen
20.01.2026Erneut lenkt das jüngste Brandereignis in Crans-Montana den Blick auf grundlegende technische und organisatorische Fragestellungen des vorbeugenden Brandschutzes. Im Fokus der fachlichen Diskussion stehen dabei Themen wie Brandursachen, Rauch- und Zeitverläufe, Flucht- und Rettungswege, die Wahrnehmung von Gefahr sowie Evakuierungsdynamiken.
In einem kostenfreien Webseminar mit Udo Jung, Martin Lenz und Martin Müntjes am Mittwoch, 21. Januar, um 10.00 Uhr, werden vergleichbare Brandfälle aus der Vergangenheit betrachtet. Im Fokus stehen Ereignisse, bei denen Pyrotechnik als Zündquelle, hoch brennbare Akustikmaterialien als Brandbeschleuniger sowie unzureichende bzw. zu klein dimensionierte Rettungswege eine zentrale Rolle spielten.
Belastbare Erkenntnisse für Planung, Ausführung und Betrieb
Bild: Trox
Auf Basis eigener Berechnungen und Simulationen zeigt Trox, ab welchem Zeitpunkt sich Personen der akuten Lebensgefahr bewusst werden, wie sich Rauch und toxische Gase ausbreiten, wie Menschen unter Stress reagieren und wie Fluchtwege in der Praxis genutzt werden – und an welchen Stellen sie versagen. Seit vielen Jahren werden beim Unternehmen Untersuchungen, Simulationen, Fluchtwegberechnungen und detaillierte Auswertungen realer Brandereignisse analysiert und diskutiert. Ziel ist es, aus dokumentierten Fällen belastbare Erkenntnisse für Planung, Ausführung und Betrieb abzuleiten.
Vor diesem fachlichen Hintergrund werden in dem Webseminar Parallelen zu Brandfällen systematisch analysiert. Im Mittelpunkt steht dabei ausdrücklich nicht die Bewertung des einzelnen aktuellen Ereignisses in Crans-Montana. Vielmehr geht es um die sachliche Einordnung wiederkehrender Muster, Ursachen und Zusammenhänge, um dadurch einen Beitrag zur Weiterentwicklung präventiver Ansätze im Brandschutz zu leisten und die gewonnenen Erkenntnisse für die Praxis nutzbar zu machen.
