„Kinderleichte“ Türsicherungen

Sichere Fluchtwege im Kindergarten

Der Haupteingang eines Kindergartens muss viele Anforderungen erfüllen. Zum einen ist dieser der primäre Flucht- und Rettungsweg, der stets für jedermann von innen begehbar sein muss. Andererseits sollten Kinder im Gegensatz zu Erwachsenen nicht unbemerkt auf die Straße gelangen können.

In einem Kindergarten herrscht viel Trubel. Schnell kann es passieren, dass ein kleiner Ausreißer auf Entdeckungsreise geht und unbemerkt das Haus verlässt oder gar ein Unbefugter sich Zutritt verschafft. Um dies zu verhindern hat die GfS – Gesellschaft für Sicherheitstechnik mbH normkonforme Lösungen zur Absicherung von Kindergärten eingeführt, die ohne aufwändige Elektroinstallation auskommen.

Nachrüstlösung Türwächter

Auf der Innenseite der Tür, unterhalb der Türklinke, ist ein ­­„­GfS ­EH-Türwächter“ mit Voralarm montiert, der als Hemmschwelle gegen die unerlaubte Benutzung dienen und das unbemerkte Entweichen eines Kindes verhindern soll. Denn bei leichtem Drücken der Klinke wird den Kindern durch Auslösung des Voralarms bereits signalisiert, dass die Tür alarmüberwacht ist. Sobald die Klinke losgelassen wird, verstummt der Voralarm und die Tür bleibt verschlossen.

Zur Öffnung der Tür muss die Türklinke ganz heruntergedrückt werden. Dabei verschiebt sich der „GfS EH-Türwächter“ nach unten und löst einen dauerhaften Hauptalarm aus, der nur von einer berechtigten Person (Erzieher/-in, Kindergartenleitung oder Hausmeister) mittels Schlüssel ausgeschaltet werden kann.

Mit dem Schlüssel lässt sich der „GfS EH-­Türwächter“ darüber hinaus alarmfrei in eine Dauerfreigabeposition stellen. Eine Einzelbegehung ist über die Wechselfunktion des Türschlosses bzw. eines auf 1,60 m Höhe montierten ­Tasters, der die E-Falle freischaltet, möglich. Der „GfS EH-Türwächter“ ist vom MPA NRW gemäß DIN EN 179 geprüft und zugelassen.

Gemeinschaftslösung GfS und Wilka Schließtechnik GmbH

Diese Idee wurde in Zusammenarbeit mit Wilka weiterentwickelt. Es werden nur drei Komponenten benötigt: Das KiTa-Schloss von Wilka, der „GfS EH-Türwächter“ (bzw. die „GfS e-Bar“) und bei Bedarf eine Zutrittskontrolle.

Während Kinder nur über die durch den Türwächter überwachte untere Klinke, angebracht auf einer Höhe von 900 bis 1100 mm, die Tür aufmachen, können Eltern über eine zweite obere Klinke, in Höhe von ca. 1,60 m, die Tür ohne Hemmschwelle, jederzeit öffnen. Denn das Wilka-Kindergartenschloss verfügt über zwei Schlosskästen, die über eine Kopplungsstange miteinander verbunden sind. Die patentierte Produktlösung ermöglicht, dass beide Drücker auf das Schloss, nicht aber auf die Bewegung des jeweils anderen Drückers wirken. Durch diese Konstruktion können Erwachsene jederzeit den oberen Drücker bedienen, während Kinder im Notfall den unteren, mit einem batteriebetriebenen „GfS EH-Türwächter“ gesicherten Drücker betätigen.

Zusammenarbeit mit Fuhr

Das Lösungsangebot von GfS wird stetig ausgebaut. Als Reaktion auf die steigenden Sicherheitsanforderungen in Kindergärten hat die Firma Fuhr die Doppel-Drücker-Lösung mit einer Mehrpunktverriegelung entwickelt. Das Schloss „­autosafe 833P“ und die motorisierte Variante „autotronic 834P“ sind sowohl für Holz-, Kunststoff- als auch für Rohrrahmentüren aus Alu und Stahl geeignet.

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