Hohe Schule des Brandschutzes im Schweizer Internat

Multifunktionale Ganzglaslösungen

Seit seiner Gründung 1910 wurde das Collège Alpin International Beau Soleil immer wieder erweitert. 2018 kamen fünf weitere Schul- und Wohngebäude zu dem Gebäudekomplex hinzu. In den Sport- und Bewegungsbereichen schaffen 500 m2 hochtransparente Raumtrennungen eine helle und moderne Atmosphäre.

Im Zentrum der Waadtländer Alpen, auf einer Höhe von 1.300 m und mit einer beeindruckenden Aussicht auf die Dents-du-Midi, das Mont-Blanc-Massiv und bis zum Genfersee liegt der Ferienort Villars-sur-Ollon. In dieser exponierten Lage befindet sich seit 1910 eine der ältesten Privatschulen der Schweiz, das Collège Alpin International Beau Soleil. Das Internat verteilt sich über mehrere Gebäude und wurde seit der Gründung 1910 bereits fünfmal erweitert. Der prestigeträchtigste Bau ist dabei das „Château“ aus dem Jahr 1938. Mit den fünf neuen Gebäuden wurde Platz für 200 weitere Schülerinnen und Schüler geschaffen und das Internat zugleich den aktuellen Bedürfnissen in Sachen Schulbetrieb, Verwaltung und Unterbringung angepasst.

Prägend für das Neubauprojekt sind die starke Hanglage sowie die Aussicht auf die Berge. Der Ausrichtung folgend wurden die neuen Gebäude terrassenförmig rund um die neue zentrale Sporthalle angelegt. Beim Bau des sich den Hang hinaufziehenden Campus‘ waren spezielle Befestigungsarbeiten notwendig, um die überhängende Fahrbahn zu stützen. Zwei Chalets, in deren Sockel im Süden Unterrichtsräume und zur Rue Centrale hin Büros untergebracht sind, erweitern den Wohnbereich des Internats. Den Abschluss der Anlage bildet das im Rahmen des Erweiterungsprojekts errichtete siebeneckige Gebäude mit dem Namen „Monolith“, dessen Erdgeschoss kulturell und kommerziell genutzt wird, während die oberen Stockwerke dem Schulbetrieb dienen oder vermietet werden.

Transparenz bis in die Tiefe

Die im Zentrum der Neubauten liegenden Sport- und Bewegungsbereiche erstrecken sich über insgesamt vier Etagen, davon drei im Untergeschoss. Den Kern des neuen Bereiches bildet die Sporthalle auf den Ebenen U3 bis U1, die sowohl architektonisch als auch visuell durch ihre Transparenz besticht.

Den Architekten von ABA Partenaires SA, Lausanne, waren in diesen Bereichen größtmöglicher Lichteinfall und maximale Transparenz wichtig. Sie wollten deshalb eine Ganzglaslösung mit möglichst schmalen Profilen. Zudem sollten die Glastrennwände in der 1. und 2. Etage den Blick auf die unterste Ebene möglichst ungestört freigeben. Die Architekten hatten für diese Glastrennwände zunächst auf Holzrahmen gesetzt, entschieden sich jedoch „Contraflam Structure“-Verglasungen im „forster fuego light“-System zu verwenden.

Mit den Brandschutzverglasungen Contraflam, „Contraflam Structure“ und „Contraflam Structure Corner“ von Vetrotech Saint-Gobain – welche bereits standardmäßig absturzsichernde Eigenschaften haben –, ließen sich alle Anforderungen ohne Modifikationen bei den Gläsern realisieren, so dass sich Brandschutz- und Sicherheitsstandards mit ästhetischen Aspekten verbinden ließen. Mit der Ecklösung „Contraflam Structure Corner“, die ohne Eckprofile auskommt, konnten zudem Ganzglasecklösungen verwirklicht werden, die mehr Transparenz denn je zuvor ermöglichen.

Dank der 500 m2 rahmenloser Brandschutzverglasungen in Ganzglastrennwänden und -türen in unterschiedlichen Aufbauten kann nun viel Tageslicht die Sport-, Tanz-, Yoga- und Fitnessräume großzügig fluten. Im Einzelnen kamen Brandschutzverglasungen in den Ausführungen „Con­traflam 30“ und „Contraflam 60“, „Contraflam Structure 60“ und „Contraflam Structure Corner 60“ zum Einsatz.

„Contraflam“ besteht aus mindestens drei thermisch vorgespannten Gläsern (ESG) und dazwischenliegenden Interlayer-Schichten mit hitzeisolierenden Eigenschaften, die im Brandfall aufschäumen. Diese Lösung ermöglicht eine hochtransparente Raumtrennung mit Dimensionen von 1.600 bis zu 3.900 mm. Die rahmenlose Ganzglaslösung lässt sich mit weiteren Funktionen zu intelligenten und multifunktionalen Verglasungen kombinieren, die große architektonische Gestaltungsfreiräume eröffnen.

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