Brandschutzkonstruktionen für den Holzbau

Produktprogramm bietet Planungssicherheit bei Gipsfaserplatten

Als erster Hersteller bietet Rigips nach eigenen Angaben aus verschiedenen Gipsplattentypen bestehende Lösungen für den Bau von hochfeuerhemmenden, tragenden und raumabschließenden Wänden in Holzrahmen- beziehungsweise Holztafelbauweise für die Gebäudeklassen 4 und 5 an. Neben Gipsfaserplatten nach EN 15283-2 wurden auch Gipsplatten nach EN 520 sowie vliesarmierte Gipsplatten nach EN 15283-1 in Brandschutzkonstruktionen geprüft. Holzrahmenbauer, Fachplaner, Architekten, Sachverständige und Projektleiter können ab sofort auf zwei allgemeine Bauartgenehmigungen (aBG) für hochfeuerhemmende Holztafelwände und Gebäudeabschlusswände in Holztafelbauweise zurückgreifen und darüber hinaus von dem breit gefächerten Lösungsangebot für Brandschutzkonstruktionen profitieren.

Um seinen Kunden ein breit aufgestelltes Portfolio und damit mehr Wahlmöglichkeiten für Brandschutzkonstruktionen im mehrgeschossigen Holzbau bieten zu können, hat Rigips seine „Rigidur“-Gipsfaserplatten, seine Feuerschutzplatten sowie die vliesarmierte „Glasroc X“-Spezialplatte von akkreditierten Prüfstellen prüfen lassen und zwei allgemeine Bauartgenehmigungen beim Deutschen Institut für Bautechnik erfolgreich beantragt.

Im Ergebnis stehen gleich zwei neue allgemeine Bauartgenehmigungen (aBG) für hochfeuerhemmende Holztafelwände sowie für Gebäudeabschlusswände in Holztafelbauweise zur Verfügung. Mit den aBGs Z-19.34-2729 und Z-19.34-2728 bietet Rigips somit ab sofort ein breites Angebot an Brandschutzlösungen im Holzbau: Neben Gipsfaserplatten nach EN 15283-2 können jetzt auch Feuerschutzplatten nach EN 520 und vliesarmierte Gipsplatten nach EN 15283-1 in Brandschutzkonstruktionen eingesetzt werden.

Sicherer Nachweis des Feuerwiderstandes

Damit Holzbauten der Gebäudeklassen 4 und 5 mit Brandschutzanforderungen realisiert werden dürfen, muss zum einen die Muster-Holzbau-Richtlinie (MHolzBauRL) berücksichtigt werden. Zum anderen ist für das jeweilige Bauteil ein Nachweis des Feuerwiderstandes erforderlich. Im Anwendungsbereich der MHolzBauRL kann der Nachweis durch die DIN 4102-4 erfolgen oder in Form einer aBG.

„Der sichere Nachweis des Feuerwiderstandes und die richtlinienkonforme Ausführung von Brandschutzkonstruktionen im Holzbau sind ab sofort auch mit unterschiedlichen Plattenmaterialien, der sogenannten Mischbeplankung, möglich“, erklärt Andreas Ebbers, verantwortlicher Entwicklungsingenieur bei Rigips. „Der große Vorteil für Planer und ausführende Fachunternehmen liegt darin, dass sie Beplankungsmaterialien so auswählen können, dass diese den speziellen Anforderungen an das Bauteil entsprechen. Dabei kann es sich um Anforderungen wie zum Beispiel Robustheit, Statik, Aussteifung, Außenwandbeplankung, Feuchteschutz oder auch um Raumluftqualität handeln.“

Holzbaubetriebe gewinnen Sicherheit

Holzbaubetriebe gewinnen mit den neuen aBGs eine hohe Planungs- und Ausführungssicherheit, da zwischen unterschiedlichen Fugenausbildungen und Befestigungsmitteln gewählt werden kann. So können auch verschiedenste Anschlusssituationen geplant und sofort ausgeführt werden.

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