Brandursache: Elektrotechnik

In Brandstatistiken rangieren Elektrobrände weit oben. In Deutschland bricht – statistisch gesehen – alle zwei Minuten ein Feuer aus. Die Ursache jedes dritten Brandes ist dabei auf elektrische Anlagen oder Geräte zurückzuführen. Dabei werden diese als Brandherd oft unterschätzt, haben sie doch mitunter große Schäden zur Folge. Teils sind es Kabelbrände, teils defekte Elektrogeräte, die im gewerblichen Umfeld zumindest noch einer turnusmßigen Wartung unterliegen, im privaten Sektor jedoch nicht. Gerade hier sind auch nicht selten alte Leitungen oder hintereinander geschaltete Mehrfachsteckdosen Brandauslöser.

Zu Jahresbeginn kam die Nachricht vom Großbrand im Motorradmuseum am Timmersjoch in Österreich. Am 18. Januar 2021 brannte das Museum vollständig aus. Auslöser des Brandes, bei dem rund 200 historisch einmalige Motorräder vernichtet wurden, war nach bestätigten Angaben ein Kurzschluss in einem Präsentationsmonitor.

Auch hier gibt es Möglichkeiten der Brandfrüherkennung und -löschung. Durch geräte-integrierten Brandschutz kann ein entstehendes Feuer zum frühestmöglichen Zeitpunkt direkt am Ursprungsort erkannt werden. Innerhalb des Gerätes kann der Brand dann unmittelbar bekämpft und eine Ausbreitung verhindert werden.

Insbesondere bei digitalen Anzeigen oder Informationssystemen an hochfrequentierten Orten ist ein effektiver Brandschutz essentiell, vor allem um Leben zu schützen, aber auch um wirtschaftliche Schäden zu verringern. Eine Studie des Versicherers AXA belegt, dass etwa 50 % der Unternehmen, die Schaden durch einen Großbrand erlitten hatten, in den nachfolgenden fünf Jahren vom Markt verschwunden sind. Der unmittelbare Schaden durch Feuer und Löschwasser ist in der Regel zwar durch Versicherungspolicen abgedeckt, nicht aber längerfristige Produktionsausfälle oder Lieferverzögerungen durch Maschinenstillstand.

Es ist durchaus möglich, bereits im Vorfeld potentielle Brandursachen zu vermeiden: etwa durch intelligente Komponenten, die frühzeitig auf Unregelmäßigkeiten hinweisen und aufgrund ihrer Bauweise oder Funktionen Brandursachen wie Überhitzung oder Kabelbruch vorbeugen. Datenbasierte Analysen von Energieströmen ermöglichen z.B. Trendbeobachtungen und informieren über sich langsam anbahnende Störereignisse.

Ihre Stefanie Schnippenkötter

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