Sicherheit für Forschung und Entwicklung

Maßgeschneiderte Türsysteme für Innovationszentrum „CUR!O“

Mit dem Innovationszentrum „CUR!O“ hat der Befestigungstechnikhersteller Würth am Stammsitz im baden-württembergischen Künzelsau einen modernen Forschungs- und Entwicklungsstandort geschaffen. Das Gebäudeensemble vereint anspruchsvolle Architektur mit hohen Anforderungen an Sicherheit und Funktionalität. Novoferm lieferte hierfür ein umfassendes Türsystem aus Stahl- und Rohrrahmentüren, das Brandschutz, Nutzungskomfort und Gestaltung miteinander verbindet.

Der Neubau umfasst rund 15.500 m² Gesamtfläche, darunter 5.700 m² hochspezialisierte Laborflächen und rund 250 Arbeitsplätze. Architektonisches Herzstück ist das Hauptgebäude mit seiner markanten Stahl-Glas-Konstruktion, die das lichtdurchflutete Foyer überspannt. Über einen gläsernen Verbindungsgang ist das Nebengebäude angeschlossen. Eine Dachterrasse, weite Blickachsen ins Hohenloher Land auch von den Büros aus, offene Arbeitszonen und Meetingpoints unterstreichen die Offenheit des Raumkonzepts. Technisch ist das Zentrum unter anderem mit Werkstätten, 3D-Druckanlagen, Prüffeldern, Klimakammern und einem IoT-Labor auf dem neuesten Stand. Es ermöglicht realitätsnahe Tests von Materialien und Befestigungssystemen unter extremen Bedingungen – über tropisches Klima bis hin zur Simulation von Erdbeben.

 

Türsysteme für hohe Anforderungen

In einem Gebäudeensemble dieser Komplexität sind spezialisierte Türlösungen gefragt, um den hohen Sicherheitsstandards zu entsprechen. Denn die Forschung muss geschützt werden – das war ein zentrales Thema in der Planung und Umsetzung. Für viele Arbeitsbereiche im Gebäude galten somit nicht nur hohe Anforderungen an Brand- und Rauchschutz, sondern auch an den Schallschutz – insbesondere in Laboren, Besprechungsräumen und technischen Prüfbereichen. Die Türen müssen hier nicht nur trennen, sondern auch Geräusche dämmen, schützen und Zutritt kontrollieren. Daher wurden unterschiedliche Türsysteme verbaut – je nach Einsatzort und Schutzbedarf. Insgesamt befinden sich über 170 Stahltüren und 17 Rohrrahmentüren von Novoferm in Haupt- und Nebengebäude, viele davon vereinen mehrere sicherheitstechnische Funktionen: von feuerhemmendem T30 / EI230 bis feuerbeständigem T90/ EI290-Brandschutz, Rauchschutz, Notausgangsverschlüsse nach DIN EN 179 sowie Schallschutzanforderungen bis 42 dB.

Stahltüren bieten zuverlässigen Schutz

Die Dickfalz-Stahltüren aus der Serie „NovoPorta Premio“ kamen insbesondere in Bereichen zum Einsatz, in denen funktionale Robustheit und technische Ausstattung im Vordergrund stehen – etwa in den Untergeschossen mit Lager-, Technik- und Prüfräumen. Dort wurden unter anderem 21 „Premio“ EI30-Türen (ein- und zweiflügelig, teilweise mit Rauchschutz, und Schallschutz bis 40 dB), sieben EI90-1-Türen (bis 43 dB) und 38 „Premio-MZ“-Mehrzwecktüren (bis 42 dB) montiert. Eine Werkstatttür wurde im Sondermaß mit einer Höhe über 3 m ausgeführt. Im Erdgeschoss und den oberen Geschossen dominieren „Premio“-Türen mit individuell abgestimmtem Brandschutz- und Schallschutzkonzepten, während sich in den Personal- und Wirtschaftsräumen 26 „Premio“-Mehrzwecktüren bewähren. Zahlreiche Türen erhielten einen einheitlichen Glasausschnitt (460 x 910 mm) ür bessere Einsehbarkeit und eine hellere, freundlichere Raumwirkung.

 

Rohrrahmentüren für Transparenz und Sicherheit

In Fluren und Treppenhäusern fiel die Wahl auf die Aluminium-Profilrahmentüren „NovoFire“, da diese durch ihre schmalen Profile eine filigrane Optik mit funktionaler Sicherheit verbinden. Darüber hinaus erlauben großzügige Glasflächen in den Türen eine Sichtverbindung und schaffen eine lichtdurchflutete, transparente Gebäudeatmosphäre, ohne auf den Rauch- und Brandschutz zu verzichten. Insgesamt wurden drei „Novo
Fire“ T30-1 RS-Türen im Untergeschoss, zehn zweiflügelige „Novo
Fire“-Türen (T0-2 bis T90-2 RS) im Erdgeschoss und vier „NovoFire“ T30-1 RS-Türen in den Obergeschossen verbaut – alle davon bieten Rauchschutz. Die meisten sind mit Feststellanlagen ausgestattet, die im Alltag einen offenen Durchgang ermöglichen – im Brandfall jedoch automatisch schließen. Novoferm bereitete werksseitig zudem einige Türen für die Integration von Zutrittskontrollsystemen vor – dies gilt ebenso für die Stahlblechtüren in besonders sensiblen Bereichen.

 

Einheitliche Optik

Ein zentrales Anliegen des Bauherrn war ein durchgängiges Türdesign über alle Gebäudeebenen hinweg. Novoferm punktete hierbei mit abgestimmten Systemlösungen. Die Alu-Glas-Türen mit einer Endbeschichtung in RAL 7042 (Verkehrsgrau) sowie die Stahltüren, die pulverbeschichtet mit einer Grundierung geliefert und bauseits vom Maler endbeschichtet wurden, fügen sich gestalterisch in das Gesamtbild ein. Sie setzen dabei einen bewussten Kontrast zur hellen Umgebung. Glasausschnitte und Oberflächen wurden harmonisch auf das Gesamtkonzept abgestimmt. Sämtliche Beschläge – Obertürschließer und Türdrücker – stammen aus dem hauseigenen Sortiment von Adolf Würth. Novoferm bereitete die Türsysteme entsprechend vor.

Die Hanglage des Grundstücks erwies sich für die Baustellenlogistik als vorteilhaft: Sowohl auf Höhe des Empfangsbereichs an der Vorderseite als auch zum Untergeschoss auf der Gebäuderückseite war ein ebenerdiger Zugang möglich. So konnten die Türen effizient angeliefert, in den Geschossen verteilt und eingebaut werden, ohne dass aufwendige Zwischentransporte über Hebezeuge, Bauaufzüge und Gerüste notwendig waren – ein logistischer Vorteil, der den Bauablauf zusätzlich positiv beeinflusste.

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